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   Wie kann man die MS beeinflussen?
Die MS ist bisher noch nicht heilbar. Es gibt jedoch verschiedene, sinnvolle Möglichkeiten, den Verlauf zumindest positiv zu beeinflussen. Jedoch gibt es bisher nur eine Therapie, die in ca. 80% aller Fälle sogar das Fortschreiten der MS zum Stillstand bringen kann: Die komplexe Ernährungs- und Stoffwechseltherapie nach Dr. med. Olaf Hebener (s. PRAXIS, Literatur-Hinweise), die auf der sog. "Fratzer-Methode" basiert.
Die wissenschaftlichen Ergebnisse der letzten 3 Jahre zeigen eindeutig, daß neben der immunologischen Störung Entzündungsreaktionen den Krankheitsmechanismus beherrschen. Die klinische Symptomatik entsteht durch krankheitstypische Beschädigungen der Markscheiden um die Nervenfaser. Als unabdingbare Voraussetzung der Zerstörung durch allgemeine (unspezifische) und gezielte (autoimmunologische) Abwehrreaktionen gilt der Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke.
Das bedeutet, dass kleinste Blutgefäße im Gehirn und Rückenmark so durchlässig werden, dass sie ihre natürliche Schutzfunktion verlieren und einen Kontakt zwischen den "Selbstantigenen" der Markscheide und dem Immunsystem ermöglichen. Der entzündliche Zusammenbruch intakter Blutgefäße vollzieht sich nach Gesetzmäßigkeiten, die denen des rheumatischen Formenkreises vergleichbar sind.

Auf der Basis dieser Überlegungen wurde eine Therapie entwickelt, die Entzündungsreaktionen im Körper minimieren und damit den Zusammenbruch der Blut-Hirn-Schranke sowie die anschließende Schädigung myelinisierter Nervenfasern verhindern soll. Die Feststellung, dass MS-Kranke im Blut und in der Hirn-Rückenmarksflüssigkeit erniedrigte Konzentrationen ungesättigter Fettsäuren aufweisen, insbesondere an Linol- und Arachidonsäure, führte zu der Schlussfolgerung, dass der Entzündungsvorgang im Körper große Mengen dieser Fettsäuren verbraucht.
Fettsäuren werden mit der täglichen Nahrung aufgenommen. Dabei ist die Arachidonsäure immer ein Syntheseprodukt der Linolsäure. Auch im menschlichen Organismus kann so die Arachidonsäure entstehen, die bei Entzündungsreaktionen aus den Zellwänden freigesetzt wird. Es entstehen dann u.a. stark entzündungsfördernde Botenstoffe, sogenannte Prostaglandine, Thromboxane und Leukotriene. Man bezeichnet sie als Entzündungsmediatoren (Entzündungsvermittler).

Es gilt also in erster Linie, dem geschilderten Entzündungsprozess den "Brennstoff" zu entziehen. Mit der komplexen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie geschieht dies auf einzigartig sanfte und doch sehr wirkungsvolle Weise.

Sie basiert im Wesentlichen auf zwei Massnahmen:

1. auf einer (unter Berücksichtigung der Arachidonsäure) linolsäurereduzierten Diät
2. auf der Zufuhr bestimmter, weitestgehend nebenwirkungsfreier Substanzen zur Nahrungsergänzung. Die
Inhaltsstoffe dieser Nahrungsergänzungen dienen nachweislich einer weiteren Entzündungshemmung.
Mit dieser sanften Methode kann der Verlauf der MS in der Regel positiv beeinflusst werden. Die Therapie sollte aber möglichst unter ärztlicher Aufsicht praktiziert werden, damit auf individuelle Erfordernisse im Krankheitsverlauf schnell und adäquat reagiert werden kann (z.B. akuttherapeutische oder symptomatische Maßnahmen). Erfahrungsgemäß dauert es ca. 3 - 6 Monate, bis der Körper sich gänzlich auf die neue Ernährung umgestellt hat und eine Vollwirksamkeit erreicht werden kann. Nach einem Jahr ist eine solide Prüfung des Therapieergebnisses möglich.

Sobald die ersten positiven Anzeichen spürbar werden, wird es dem Patienten leicht fallen, sein zukünftiges Leben auch weiterhin nach der sanften, natürlichen Methode der komplexen Ernährungs- und Stoffwechseltherapie zu richten.
               
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